Nachdem vor anderthalb Jahren ein offener Vorstand geschaffen wurde, um die Repräsentation von FINTA*-Personen, um Vielfalt im Vorstand zu fördern und um Hierarchien abzubauen. Nach kürzlicher Evaluation dieser Struktur wurde sichtbar, dass diese Ziele nicht erreicht wurden. Hierarchien gibt es in gesellschaftlichen Strukturen immer, egal ob benannt oder unbenannt. Letzteres bietet die Gefahr, dass die visuelle und satzungsgemäße Ordnung, dass die Repräsentation von FINTA*-Personen darunter leiden, da die Option besteht, dass cis-männliche Personen sich dominat in den Vordergrund drängen, egal ob absichtlich oder unabsichtlich. Wir sollten ehrlich zu uns sein und uns eingestehen, dass das Konzept eines offenen Vorstandes zwar in der Theorie löblich und erstrebenswert ist, seine Resultate jedoch unter den Erwartungen verblieben sind.
Außerdem bietet eine klare Vorstandsstruktur eine klare Ansprechbarkeit nach außen - sowohl zur Partei als auch bei Medien, Interessierten und weiteren Anfragen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Aufgaben zweifelsfrei zugeordnet werden können. Dies wollen wir aber bewusst nicht in der Satzung verankern, um auf aktuelle Umstände im Rahmen eines Aktiventreffens reagieren zu können.
Das Problem, dass es eine Steigerung der Verantwortung auf das (wieder) eingeführte Amt der Sprecher:innen geben könnte, erkennen wir an. Wir stellen ihm entgegen, dass der Vorstand weiterhin angehalten sein sollte, als Team zu agieren und das Amt der Beisitzer:innen eine potenzielle Hemmung zur Kandidatur für ein Vorstandsamt reduziert.
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